Planungsempfehlungen “Effizienzhaus Plus” online

Band Nr. 15 der Reihe „Forschung für die Praxis“ mit dem Titel „Effizienzhaus Plus – Planungsempfehlungen“ steht als barrierefreie pdf-Datei zum Download zur Verfügung unter:

https://www.forschungsinitiative.de/publikationen/

bzw. unter:

https://www.forschungsinitiative.de/publikationen/publikation/effizienzhaus-plus-planungsempfehlungen/df32ca42de448e8e1771939b461ea09e/

 

Eine kostenfreie Bestellung der Broschüre ist ebenfalls möglich unter:

zb@bbr.bund.de

Stichwort: Plan EHP

Nach Fertigstellung des Prototyps – weitere Plusenergiehäuser folgen bereits Anfang 2019

Nach einem zweijährigen Entwicklungsprozesse wurde das erste Plusenergiehaus, der Prototyp, der Wohnwerke GmbH Ende November 2018 fertiggestellt. Wohnwerke hatte sich bei der Entwicklung zum Ziel gesetzt, einen so großen Energieüberschuss zu erzeugen, dass ein weiterer Verbraucher, wie z.B. ein E-Auto versorgt werden kann. Durch eine 9 kWp Indach-Photovoltaikanlage, eine auf die Bedürfnisse angepasste Sole-Wasser-Wärmepumpe in Kombination mit einer Flächengeothermie wurde ein bilanzieller Stromüberschuss von ca. 3.700 kWh/a erreicht. Das entspricht einer Fahrleistung von beinahe 20.000 km/a. Das Plusenergiehaus wird nach aktivplus gebaut und ist in den Bereichen Energiebedarf und Energieerzeugung, sowie bei der Wahl der Baustoffe optimiert. Das Haus überzeugt nicht nur durch sein energetisches und wirtschaftliches Konzept, die durchdachte, klare Architektur mit offenen und großzügigen Grundrissen ist ein erhebliches Verkaufsargument. Aktuell ist das Plusenergiehaus in 3 Varianten erhältlich und kann von den Kunden anhand einer umfangreichen Sonderwunschliste individualisiert werden.

Im Frühjahr 2019 werden drei Häuser dieser Serie im Rems-Murr-Kreis gebaut und weitere sind gerade in der Planung.

Weitere Informationen:

www.wohnwerke-bau.de

180913Fachmagazin_Umwelt_Energie 

Projekt aus der aktivplus Pilotphase gewinnt Active House Award

Beim active House Symposium in Leeco wurden kürzlich die Sieger des active House Awards bekannt gegeben. Sieger in der Kategorie „projects without radar category„ ist das Gebäude von Wolfram Trinius. In einer sehr frühen Planungsphase hat dieses Projekt bereits 2015 an der Pilotphase des aktivplus e.V. teilgenommen.

„In diesem Projekt haben wir den bautechnischen Ansatz des Massivbau-Unternehmens durch gezielte Maßnahmen so verfeinert, dass ein Plus-Energiehaus entstanden ist. Der Energieüberschuss in der Nutzungsphase kann den in den Baustoffen gebundenen Aufwand (embodied energy und embodied CO2) mehr als kompensieren. Durch die Bereitstellung des Überschusses für Elektromobilität ist innerhalb von 8 Jahren der CO2-break-even erreicht. Das Haus ist also mehr als klimaneutral,“ sagt Wolfram Trinius über das Gebäude.

 

Alle weiteren Informationen finden Sie unter:

https://www.activehouse.info/cases/s8/

www.trinius.de

Webinar: Aktiv Stadthaus – das weltweit größte Effizienzhaus Plus Mehrfamilienhaus

Das Webinar gibt einen Einblick in die Erkenntnisse und aktuellen Forschungsergebnisse aus dem bald drei-jährigen Betrieb des weltweit größten Effizienzhaus Plus Mehrfamilienhaus in Frankfurt am Main. Annekatrin Koch (TU Darmstadt) stellt das Forschungsprojekt „Nutzerinterface für Plusenergie-Mehrfamilienhäuser“ vor, inklusive aktueller Ergebnisse aus dem technischen Monitoring. Komplementiert wird der Vortrag von Karoline Dietel (Berliner Institut für Sozialforschung), die die Ergebnisse des sozialwissenschaftlichen Monitorings der ersten beiden Betriebsjahre zum Aktiv-Stadthaus in Frankfurt am Main vorstellt. Gefördert wurden die Forschungsarbeiten durch die Forschungsinitiative „Zukunft Bau“ und vom Bundesbauministerium. Thomas Wilken (TU Braunschweig) wird außerdem das Forschungsprojekt zur Entwicklung von Methoden zur Erfassung und Bewertung von Nutzerzufriedenheit und Gebäudeperformance vorstellen.
Das Video zum Webinar finden Sie hier: https://www.youtube.com/watch?v=OCSuwS5kHyw#action=share

GreenTec Awards Gala im ICM in München

Werkgemeinschaft Böhme Hilfe wird mit dem 2. Preis in der Kategorie “Bauen und Wohnen” ausgezeichnet.

In einer feierlichen Gala mit 2.500 geladenen Gästen wurden am 13. Mai 2018 im ICM in München die diesjährigen Preisträger der GreenTec Awards verkündet.
Der Greentec Award ist mittlerweile zu einem der bedeutendsten internationalen Umweltpreise avanciert. Die Reichweite des seit 11 Jahren ausgelobten Preises hat in diesem Jahr mehr als 130 Länder erfasst. In der Veranstaltung zur Preisverleihung wurden Klima- und Umweltschutzprojekte aus der ganzen Welt ausgezeichnet.
Prominenteste Preisträger am Sonntagabend waren Dr. Auma Obama aus Kenia, die Stiefschwester des ehemaligen US-Präsidenten. Sie erhielt einen Sonderpreis für ihre Arbeit mit Jugendlichen in Kenia, die sie für einen behutsamen Umgang mit der Natur sensibilisieren möchte. Der ehemalige Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg wurde für sein vielfältiges Engagement im Bereich E-Mobility zum „Entrepreneur des Jahres“ gekürt.
In diesem illustren Kreis freute sich der für seine innovativen Energiekonzepte bekannte Stuttgarter Architekt Norbert Böhme ganz besonders über seinen 2. Preis in der Kategorie „Bauen und Wohnen“. Zusammen mit seinem Kooperationspartner Thomas Sapper von Haus 4.0 in Bad Kreuznach durfte er vor den Fotografen auf dem Grünen Teppich stolz die Urkunde dafür entgegennehmen.
Die Auszeichnung erhielt er für sein Projekt „Bauen 4.0 Bad Kreuznach“.
Das Solarquartier in Bad Kreuznach besteht aus 28 nach Westen und Süden orientierten Doppelhäusern, die nach dem Prinzip „form follws energy” konzipiert sind:

  • Optimale Nutzung des Sonnenlichts
  • Niedriger Energieverbrauch
  • Maximaler Jahresertrag selbstproduzierter regenerativer Energie

Die Solar-Dächersind komplett mit jeweils 43 Photovoltaik-Modulen gedeckt. Die pro Dach installierten 12,3 Kilowattpeak generieren in jedem Jahr bis zu 11.750 Kilowatt-stunden Solarstrom. Der Eigenbedarf einer 4-köpfigen Bewohnerfamilie ist auf jährlich 6.275 Kilowattstunden veranschlagt. Das ergibt in der Jahresbilanz einen rechnerischen Überschuss von bis zu 5.429 Kilowattstunden pro Haus.
Zusammen produzieren die vernetzten Häuser etwa 150.000 Kilowattstunden Energie-überschusspro Jahr! Sie werden in einer zentralen Batterie zwischengespeichert und können in der integrierten Carsharing-Flotte von e-Pkw, die auch allen Nachbarn zur Verfügung stehen soll, verbraucht werden. Theoretisch ist der Stromüberschuss ausreichend für etwa 750.000 km Elektromobilität oder für die Stromversorgung von rund 43 zusätzlichen Haushalten.
Gebaut wird das Quartier vom Bad Kreuznacher Unternehmen Haus 4.0 im neuen AktivPlus-Standard.Die innovativen vorgefertigten Massivwände ermöglichen kurze Bauzeiten mit deutlich weniger Baustellenanfahrten als üblich. Das dient wiederum der Reduzierung der grauen Energie.

aktivplus auf den Berliner Energietagen

Energiewende Bauen – Aktiv zu Klimaneutralität und Nutzerkomfort
Am 07. Mai 2018 fand im Rahmen der Berliner Energietage die Veranstaltung vom aktivplus e.V. zum Thema „Energiewende Bauen – Aktiv zu Klimaneutralität und Nutzerkomfort“ statt. Die Veranstaltung war mit rund 100 Teilnehmern ausgebucht. Eröffnet wurde das Event von Joost Hartwig, Vorstandsvorsitzender des aktivplus e.V. Er erläuterte zunächst den aktuellen Status des Vereins und ging dann auf die inhaltlichen Themen ein. Als Highlight stellte er einen Prototypen des neuen aktivplus Tools „Ökobilanzierung in 5 Minuten“ vor. Im Anschluss daran begeisterte Elisabeth Endres mit einem Beitrag zur Thematik „Was erledige ich aktiv, was passiv im Gebäude“. Die beiden Vorträge stellten eine gute Vorlage für die Projektvorstellungen dar. In 5-Minuten Vorträgen erläuterten fünf aktivplus-Akteure die unterschiedlichen Ansätze von aktivplus anhand von realisierten Projekten. Dabei ging es neben der Energieversorgung und Materialität vor allem um die Rolle des Nutzers.
Dr. Volker Stockinger beleuchtete anhand eines Projektes am Starnberger See die Chancen die aktivplus für die Vernetzung von Gebäuden hin zum Quartier bietet. Van Bo le Mentzel aus Berlin stellte sein Konzept zum Co-Being House vor, ein neuer Typenbau in dem die kleinste Wohnung gerade einmal 100 € Miete kosten soll.
Nach einer kurzen Pause stieg Lone Feifer von der Active House Alliance in das Thema der internationalen Betrachtung ein. Durch die Arbeit bei der Active House Alliance konnte Sie einen Einblick geben, wie es um die Chancen und Potenziale in andern Ländern steht. Bei der anschließenden Podiumsdiskussion, an der neben Lone Feifer und Joost Hartwig auch Prof. Dr. M. Norbert Fisch (TU Braunschweig), Prof. Dr. Gerhard Hausladen (Ingenieurbüro Hausladen) sowie Prof. Eike Roswag-Klinge (TU Berlin) teilnahmen, ging es um die Herausforderungen, die in der Baubranche in den nächsten 10 Jahren auf uns zu kommen. Während der Podiumsdiskussion wurde deutlich, dass die Herausforderungen vor allem in der Umsetzung liegen. Es wird in der Baubranche zu häufig über Nachhaltigkeit gesprochen, aber diese nicht umgesetzt.  Gründe hierfür sind auch die fehlenden Fachkräfte im Bereich Handwerk und die Qualifizierung der Planer. Nicht zu vernachlässigen ist die soziale Frage im Bereich Bauen. Sie sollte im Vordergrund stehen, das würde auch dazu führen, dass der Nutzer stärker im Mittelpunkt der Betrachtung steht.
Der aktivplus e.V. zeigte mit der Veranstaltung unterschiedliche Lösungswege zu Klimaneutralität und Nutzerkomfort auf und stellte dabei auch einfache neue Hilfsmittel zur Berechnung vor

Bauen 4.0 Vernetztes AktivPlus-Quartier unter TOP 3 im internationalen GreenTec Award nominiert

Die Werkgemeinschaft Böhme-Hilse hat auch die letzte Hürde im Rennen um den GreenTec Award 2018 geschafft. Gestern wurde bekannt, dass eine 75-köpfige internationale Jury das Projekt “Bauen 4.0 Vernetztes AktivPlus-Quartier” in Bad Kreuznach unter die TOP 3 Finalisten im internationalen GreenTec Award 2018 platziert hat.
Der endgültige Sieger wird in einer glamourösen Gala mit 1000 geladenen Gästen aus Politik, Kultur und Wirtschaft am 13. Mai 2018 in München gekürt.
Der GreenTec Award ist der international bedeutendste Umweltpreis. Menschen aus mehr als 130 Nationen waren in diesem Jahr in 10 Kategorien beteiligt.
Die Werkgemeinschaft Böhme-Hilse sieht die Nominierung als Würdigung der Arbeit auf dem Weg zu einer neuen Architektur, die die Themen Energieeffizienz, CO2-Neutralität und  die Schonung der endlichen Ressourcen unserer Erde in den Mittelpunkt stellt.
Weitere Informationen zum Projekt gibt es unter www.haus4punkt0.de

Reportage zum Klimafreundlichen Bauen: "Der Klimareport"

Ist das Klima noch zu retten? “Der Klimareport” stellt Zahlen und Fakten zum Klimawandel vor und besucht Skeptiker und Aktivisten. Im Zentrum steht die Frage, wie mit der größten Herausforderung des 21. Jahrhundert umgegangen werden kann.
Ab 15. Min. ist unter anderem das AktivStadthaus in Frankfurt zu sehen.
Hier geht es zur ARD Mediathek.

Architekturqualität und Nachhaltigkeit im Fokus / Neu gewählter Vorstand des aktivplus e.V. nimmt Arbeit auf

Frankfurt, Oktober 2017. Am 27. Oktober 2017 fand im Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt die Jahresveranstaltung des aktivplus e.V. statt. Rund 50 Mitglieder des Vereins sowie weitere Interessierte trafen sich zu einer Abendveranstaltung im etwas anderen Format, um über Architekturqualität in Verbindung mit nachhaltig geplanten Gebäuden zu diskutieren. Handelt es sich dabei um einen Widerspruch oder Gestaltungsimpuls?
Eingeleitet wurde die Abendveranstaltung, die im Auditorium des DAM in Frankfurt stattfand, durch die offizielle jährliche Mitgliederversammlung. Als besonderes Ereignis fanden in diesem Jahr, nach 2 jähriger Amtszeit, die Vorstandswahlen statt.
Wiedergewählt wurden:
Joost Hartwig, ina Planungsgesellschaft mbH
Dr. Boris Mahler, EGS-plan
Thomas Wilken, TU Braunschweig
Maria-Elisabeth Endres, Ingenieurbüro Hausladen
Prof. Linda Hildebrand, RWTH Aachen
Dr. Stefan Lösch, Fraunhofer-Institut
Dr. Volker Stockinger, Hochschule München
Neu in den Vorstand gewählt wurden:
Eileen Meyer, EILEEN MEYER ARCHITETTO
Dr. Sven Lundie, DFH Deutsche Fertighausholding GmbH
Dr. Dirk Pietruschka, Enisyst GmbH
Der neue Vorstand des aktivplus e.V.
„Der aktivplus Standard wurde in den letzten Jahren weitestgehend entwickelt und ausgearbeitet, nun ist das Ziel eine möglichst breite Anwendung zu generieren“, beschreibt Joost Hartwig die Aufgaben des neuen Vorstands. Trotz des vollen Tagesprogramms gab es für die Mitglieder ausreichend Zeit, ihre Wünsche und Anregungen vorzustellen. Es fand ein intensiver Austausch mit dem Vorstand statt.
Bei der anschließenden Abendveranstaltung, die mit Unterstützung des BDA Hessen sowie der Nassauischen Heimstätte durchgeführt wurde, sprach zum Auftakt Anh-Linh Ngo Herausgeber der Arch+. Sein Vortrag hatte den Titel „Die materielle Kultur der Nachhaltigkeit“ und beleuchtete u.a. das Veranstaltungsthema aus Sicht der ältesten internationalen Architekturzeitschriften. Herr Ngo zeigte dabei an unterschiedlichen Beispielen die Vielfältigkeit der Architektur.
Darauf folgend, wurde die Projekte der Mitglieder und weiterer aktivplus Akteure vorgestellt. Unter der zentralen Frage, ob nachhaltige und energieeffiziente Gebäude sich auch gestalterisch und konstruktiv von konventionellen Gebäuden unterscheiden und wenn ja, ob das erstrebenswert ist, konnten die Teilnehmer im Vorfeld ihre Projekte einreichen. Am Ende gab es 10 Vorträge á 5 Minuten, im Anschluss daran hatten die Teilnehmer die Möglichkeit bei einem gemütlichen Ausklang sich über die Projekte und den Verein auszutauschen.
Die Präsentationen der Teilnehmer finden Sie hier.
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Call for projects and papers: Architekturqualität und Klimawandel – Neue Potentiale für die Gestaltung der gebauten Umwelt

Die Jahresveranstaltung des aktivplus e.V., welche mit Unterstützung durch den BDA Hessen stattfindet, diskutiert den Themenschwerpunkt „Architekturqualität im Zusammenspiel von Nachhaltigkeit und Klimawandel“. Im Zentrum steht die Frage, ob und wie sich nachhaltige und energieeffiziente Gebäude gestalterisch und konstruktiv von konventionellen Gebäuden unterscheiden oder unterscheiden sollten. Architektonische Gestaltung findet a priori im Spannungsfeld von technischen Anforderungen und Möglichkeiten statt. In der Architekturgeschichte sind gesellschaftliche Aspekte und technische Innovationen stets als die Motoren neuer Typologien, differenzierter Stile und weitreichender Architekturtheorien gewesen. Die klassische Moderne als prägendes Beispiel hatte einen so enormen Einfluss auf die Architekturgeschichte, da sie beide Faktoren aufgreift und in einer eigenen Sprache zur Synthese bringt. Sie wurde von bauzeitlich neuen Technologien wie Stahlbeton, Glasfassaden und neuen Produktions- und Berechnungsmethoden bestimmt; gleichzeitig bildeten humanistische Ideale die Basis der Vision einer Gesellschaft, deren Individuen unveräußerliche Rechte haben, und die unter anderem allen Menschen den Zugang zu gesunden Wohnraum ermöglichen wollte.
Die Gestaltung der Nachhaltigkeit im Gebäudekontext stellt die ureigene Aufgabe von ArchitektInnen dar. Das Potenzial des architektonischen Entwurfs als Beitrag zum nachhaltigen Bauen ist noch längst nicht ausgeschöpft. Kann und soll der Diskurs um Nachhaltigkeit einen ähnlichen Einfluss auf die Entwicklung von Architektur und Städtebau haben, wie es die technologischen Neuerungen der industriellen Revolution hatten? Auch hier gibt es neben den dramatischen ökologischen Veränderungen, die den Lebensraum der Menschheit gefährden, enorme technische Fortschritte. Die Entwicklungen von aktivplus-Gebäuden, Plusenergiehäusern, Passivhaus, welche die Aspekte von umweltverträglichen Baustoffen, erneuerbaren Energien und nachwachsende Rohstoffe in den Planungsprozess einbeziehen, zeigen dies. Am deutlichsten ist der Paradigmenwechsel in den Planungsmethoden ablesbar. So sind neben den klassischen Mitteln der Architekturproduktion mit Zeichnungen, physischen und digitalen Modellen Berechnungen und Simulationen zu Energieverbrauch, Behaglichkeit und Ökobilanzierung getreten, die wesentlichen Einfluss auf Entwurf und Konstruktion haben. Dieser technologische Fortschritt läuft parallel zu einem allgemeinen Trend, der sich weg vom materiellen Konsum und hin zum bewussten Erleben bewegt. Die Vision einer nachhaltigen Gesellschaft, die sich im Gleichgewicht mit der Umwelt befindet, wird von immer mehr Menschen als Ziel gesehen. In der Entwicklung ebenso spürbar ist die aktuelle Diskussion um das Maß an aktiver Technik und deren Mehrwert im Kontext des nachhaltigen Bauens.
Call for projects and papers: 
Die Frage nach der Abhängigkeit und Interaktion von Gestaltung und Nachhaltigkeit ist insbesondere theoretisch wenig aufgearbeitet, wie die Orientierung hin zu Nachhaltigkeit und die Begrenzung des Klimawandels Teil eines Paradigmenwechsels werden kann, der sich konzeptionell, gestalterisch und baukonstruktiv ablesen lässt. Die Veranstaltung am 27.10.2017 im Deutschen Architektur Museum DAM möchte verschiedene Positionen und Projekte vorstellen und diskutieren, die einen Beitrag zum Diskurs um die Architekturqualität nachhaltiger Gebäude darstellen. Dazu sind die Mitglieder des aktivplus e.V. und des BDA Hessen, aber auch interessierte Dritte eingeladen, Thesen, Konzepte und / oder Projekte vorzustellen, die eine besondere Position zu der Frage markieren, wie die Beschäftigung mit Nachhaltigkeit und Klimawandel die gestalterische Qualität der Gebäude beeinflusst.
Die Thesen und / oder Projekte können in Kurzvorträgen von fünf Minuten Länge vorgestellt werden. Gleichzeitig kann zu jedem Beitrag ein Poster eingereicht werden, das im Rahmen der Veranstaltung im DAM ausgestellt wird. So entstehen vielfältige Anknüpfungspunkte für eine Diskussion um das Thema: „Architekturqualität und Klimawandel: Neue Potenziale für die Gestaltung der gebauten Umwelt“, die im Podium in einer abschließend diskutiert werden.
Bitte reichen Sie Ihren Beitrag zum Thema direkt in Form des Posters in DIN A1 als PDF in druckbarer Qualität (Bilder 300dpi) bis spätestens 06. Oktober 2017 beim aktivplus e.V. ein. (Eine Vorlage für die Poster finden Sie im weiter unten zum Download.)
Über die Auswahl der Vorträge wird im Vorfeld entschieden, eine Rückmeldung erhalten Sie bis spätestens 13. Oktober 2017.
Download: Call for Papers_Vorlagen