Erfolgreicher Beitrag des aktivplus e.V. bei den Berliner Energietagen

Dieses Jahr setzte der aktivplus e.V. im Abendprogramm ein Zeichen auf den Berliner Energietagen. Mit rund 200 angemeldeten Teilnehmern war die Veranstaltung, in der Projekte auf Gebäude- und Quartiersebene, aber auch Projekte im internationalen Kontext präsentiert wurden, ausgebucht. Der erste Vortrag führte in die Thematik klimaneutrales neutrales Wohnen ein. Dr. Mahler skizzierte für einen Zeithorizont von 30a Szenarien für effizientes und suffizientes im Gegensatz zu ignorantem Verhalten im Wohnbereich und leitete Zielgrößen her bzw. Auswirkungen ab. An konkreten Beispielen wurden die CO2-äquivalenten Emissionen für Wärme und Strom pro Kopf sowie die “graue Energie” der Gebäude, bezogen auf unterschiedliche Varianten dargestellt. Sichtbar wurde die Bandbreite möglicher Variablen wie die Veränderung der Energieinfrastruktur und der Kosten aber ebenso die des persönlichen Verhaltens oder des politischen Gestaltungsspielraums.

Ausgehend von den detaillierten Potentialen mit der Bezugsgröße Bewohner wurde es mit realisierten Beispielen dann konkret. Thomas Wilken stellte ein Sanierungsprojekt für die klimaneutrale Transformation von Bestandsgebäuden der 50er und 60er Jahre im Mehrgeschosswohnungsbau vor und erläuterte Chancen und Herausforderungen an der Schnittstelle zwischen Nutzeranforderungen, Architektur und Technik. Erneuerbare Energien und die Konzeptintegration vor Ort sind hier die entscheidenden Bausteine. In diesem Kontext zeigte Prof. Norbert Fisch innovative Ansätze und die aktuellen Planungen auf der Maßstabsebene von Quartieren. Die neue Weststadt von Esslingen ist hier Vorreiter und Demonstrator, wo grüner Wasserstoff im urbanen Umfeld erzeugt wird. Es wird nicht nur Treibstoff für Fahrzeuge und H2 für die Industrie bereitgestellt, sondern auch die Prozessabwärme zur Beheizung genutzt. Aktivplus e.V. zeigt mit der Veranstaltung, dass Klimaneutralität konkret wird.

Die Perspektive wurde zum Abschluss durch Prof. Eike Roswag-Klinge mit interessanten Einblicken in internationale Projekte geweitet. In seinem Vortrag zum Thema „Adaptive Gebäudekonzepte im globalen Kontext“ berichtete er über Bauprojekte in den arabischen Emiraten, Bangladesch, Pakistan und Mozambique. Mit dem Rahmen für den Abend wird deutlich, dass Klimaschutz eine globale Aufgabe ist, die in vielen Facetten Lösungsmöglichkeiten und vor allem Gestaltungsspielräume bietet. Man muss sie nur aufgreifen und nutzen.

20 Jahre Berliner Energietage waren Grund genug im Anschluss für ein anregendes get together im Foyer des Ludwig-Erhard-Hauses. Themen für einen interessanten Austausch und konstruktive Gespräche hat die Veranstaltung reichlich geliefert.

Der aktivplus e.V. ist ein Branchennetzwerk,

und widmet sich dem Thema “CO2 neutrales Bauen”.

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