aktivplus e.V. – Der Verein.

Aktivplus fördert die Planung, den Bau und den Betrieb von Gebäuden, die einen aktiven Beitrag zur Entlastung der Umwelt leisten und gleichzeitig einen höheren Komfort für die Bewohner ermöglichen.

Joost Hartwig
Vorstandsvorsitzender aktivplus e.V.

Hintergrund

Der Klimawandel stellt Mensch und Umwelt weltweit vor große Herausforderungen. Seit Beginn der Industrialisierung ist der Anteil der Treibhausgase in der Atmosphäre, vor allem verursacht durch die Verbrennung von fossilen Energieträgern wie Kohle, Erdöl oder Erdgas, stark angestiegen. Die Folgen der daraus resultierenden Erderwärmung sind bereits weltweit, wenn auch in unterschiedlichem Maße, spürbar.

Im Klimaschutzabkommen von Paris haben sich daher nahezu alle Staaten der Welt darauf geeinigt, die Erwärmung der Atmosphäre auf 2°C gegenüber dem vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen. Parallel beschloss die Bundesregierung den Klimaschutzplan 2050 zur Verminderung des Ausstoßes von Treibhausgasen in den Sektoren Energie, Gebäude, Verkehr, Industrie und Landwirtschaft, um dieses Ziel auf nationaler Ebene umzusetzen.

Der Beitrag der einzelnen Sektoren wird dabei unterschiedlich groß sein. Laut Klimaschutzplan soll der Gebäudebestand bis 2050 in Deutschland nahezu klimaneutral sein – immerhin resultieren derzeit rund 30 % der CO2-Emissionen in Deutschland aus der Herstellung und dem Betrieb von Gebäuden.

Zielsetzung

Aktivplus hat sich zum Ziel gesetzt, die Planung, den Bau und den Betrieb von Gebäuden zu fördern, die einen aktiven Beitrag zur Entlastung der Umwelt leisten und gleichzeitig einen höheren Komfort für die Nutzer und Bewohner ermöglichen. Aktivplus bricht dabei die Komplexität des Bauens herunter auf die wesentliche Frage: Was kann die gebaute Umwelt aktiv zum Klimaschutz beitragen, ohne die Lebensqualität einzuschränken?

Klimafreundlich bedeutet, dass die CO2-Emissionen pro Person, die anteilig durch das Wohnen entstehen, im Rahmen dessen liegen, was die Umwelt dauerhaft aufnehmen kann, ohne Schaden zu nehmen. Somit ermöglichen aktivplus Gebäude einen aktiven und nachhaltigen Beitrag im Kampf gegen den Klimawandel.

Ein wichtiger Grundsatz von aktivplus ist es konzept- und technologieoffen nach neuen Wegen zu suchen, um eine nachhaltige Entwicklung der gebauten Umwelt zu erreichen. So gibt es unbegrenzte Möglichkeiten für Nutzer, Ingenieure, Architekten und Planer ein klimafreundliches aktivplus Gebäude entwickeln, planen und nutzen können.

Aktivplus bietet Bauherren, Architekten und Planern durch eine ganzheitliche Betrachtung die Möglichkeit, haltbare und zukunftsfähige Gebäude zu entwickeln. Dabei steht weder eine eindimensionale Betrachtung der Effizienz der passiven Gebäudehülle, noch die ausschließliche Optimierung des Energiebedarfs durch den Einsatz aktiver Haustechnik im Fokus der Konzeption. So entstehen Gebäude, die den Nutzern und der Umwelt einen Mehrwert über den gesamten Lebenszyklus bieten.

Aktiv-Stadthaus Frankfurt | HHS Planer + Architekten AG, Kassel

  • 2013

    Vereinsgründung

  • 2014

    Umzug ins AktivStadthaus

    2014

  • 2014

    1. aktivplus Symposium

  • 2015

    Pilotphase

    2015

  • 2016

    Aktivplus Anwenderhandbuch

  • 2016

    Umzug der Geschäftsstelle nach Braunschweig

    2016

Entstehung

Im Mittelpunkt der gemeinnützigen Initiative „aktivplus e.V.“ steht die Entwicklung eines zukunftsfähigen Standards für Gebäude und Quartiere in der Bau- und Immobilienwirtschaft. Dieser soll sich dadurch auszeichnen, dass aktivplus-Gebäude Energiebedarf, Energieerzeugung sowie Wohnkomfort und Interaktion mit dem Nutzer optimieren. Dadurch soll die Infrastruktur und Umwelt entlastet werden.

Der Verein wurde 2013 gegründet, er geht zurück auf die Initiative von

  • Dr.-Ing. Norbert Fisch
  • Dr.-Ing. Gerd Hauser (†)
  • Dr.-Ing. Dr. h.c. Gerhard Hausladen
  • Dipl.- Ing. Manfred Hegger (†)